|
Kunstfaser |
Naturfaser allgemein | Schurwolle | Sisal | Kokos | Fertigparkett | Laminat | Linoleum | Naturkautschuk | PVC-Beläge | Naturkork | ||||||||||||||||
|
Die typischsten und am häufigsten verwendeten Materialien für die Faserherstellung bei Teppichböden sind u. a. Polyamid und Polyacryl. Die Vorteile dieser Fasern sind hohe Strapazier- und Abriebwerte und die geringe Anschmutzbarkeit. Polyamid wird auch in der Kleidung verwendet, ist knitterarm, bedingt scheuerbeständig, resistent gegen Bakterien und eine Vielzahl von Chemikalien und gut färbbar. Polyacryle werden fast ausschließlich als Spinnfasern gewonnen, die einen wollähnlichen Griff haben, niedrige Dichte und gute Lichtbeständigkeit. Bei leichter Wärme ist eine Polyacrylfaser nicht sehr beständig. |
Naturfasern haben die Eigenschaft, raumklimatisierend zu wirken. Sie nehmen Luftfeuchtigkeit aus dem Raum auf und geben diese wieder ab (Hygroskopie). Das hat zur Folge, dass sich die Beläge je nach Feuchtigkeitsgehalt ausdehnen oder zusammenziehen. Daher sollten Naturfaserbeläge grundsätzlich vollflächig verklebt werden. |
|
Bei dem Kauf eines Wollteppichs achten Sie bitte auf das Wollsiegel, das Ihnen die anerkannt beste Schurwolle garantiert. Schurwollen sind von Natur aus besonders elastisch, Druckstellen verschwinden schnell wieder. Ihre hauchdünne Membran macht sie schmutz- und wasserabweisend. Sie sind schwer entflammbar und können auch vor einem Kamin verlegt werden, da es bei leichtem Funkensprühen keine geschmolzenen Brandstellen gibt. |
Sisal wird aus der Blattrippe der Sisalagave gewonnen. Die Sisalagave muss extremen Klimaschwankungen standhalten und ist daher sehr robust. Sisal hat eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit. Sisalbeläge wurden früher hauptsächlich als Läufer in Treppenhäusern, in Kirchen oder auf Messen verwendet. In den letzten Jahren wurde es als Belag für den Wohnbereich immer interessanter, sodass die Hersteller auch die Muster und Farben entsprechend angepasst haben. Bei einer Feuchtigkeitsaufnahme schrumpfen Sisalbeläge. |
|
Das Material Kokos wird aus der Fasernhülle der Kokosfrucht gewonnen.
Die Pflanze ist sehr robust. Kokos wird hauptsächlich in Treppenhäusern
als Läufer unter Treppenstangen
verlegt. Kokos ist eine sehr leichte, Bei einer Feuchtigkeitsaufnahme dehnen sich Kokosbeläge aus. |
Fertigparkett ist ein mehrschichtiger Echtholz-Bodenbelag zur schwimmnden Verlegung. Abgesehen von der Hochwertigkeit in der Herstellung unterscheidet man in Sortierung (Oberflächenmerkmale) und Holzsorten. Die oberste Schicht ist vom Hersteller entweder hochwertig lackversiegelt oder natur-geölt. Fertigparkette sind eine günstige, edle und wohnlich hochwertige Alternative zu Massivholzparkett.
|
|
Der Laminatboden ist ein mehrschichtiger Bodenbelag. Das Overlay (die Deckschicht) wurde mit einem wärmehärtbarem Kunstharz verpresst (ähnlich einer Küchenarbeitsplatte). Diese liegt auf der Trägerplatte aus einem Holzwerkstoff. Die Gegenzugschicht zur zusätzlichen Stabilisierung darunter ist meist aus einem Furnier oder einer weiteren harzverpressten Schicht. Es gibt beträchtliche Qualitätsunterschiede, die für den Verbraucher eher nicht zu erkennen sind. Laminat gibt es in den unterschiedlichsten Dessin: Holz, Stein oder auch in anderen fantasievolle Dekoren. Das Holzdekor ist eine günstige Alternative zu Fertigparkett. Erfahren Sie mehr |
Linoleum besteht aus Leinöl, Holzmehl, Harz, Farbe, Kalksteinmehl, Titanoxid und Jute. Es ist somit kein Kunststoff alle Zutaten sind natürlich. Linoleum wurde 1864 von dem englischen Unternehmer Frederik Walton erfunden und lange Zeit als Bodenbelag für den Wohn- und Objektbereich vernachlässigt. Im Zuge allgemein wachsenden ökologischen Bewusstseins erfährt Linoleum nun ein beachtliches Revival. Linoleum ist pflegeleicht, antistatisch und schwer entflammbar: Es ist resistent gegen Zigarettenglut, Öl und Fett und zudem für Fußbodenheizungen geeignet. Linoleum ist recyclebar.
|
|
Durch Anritzen der Baumrinde des Kautschukbaumes, wird der milchig-weiße
Saft gewonnen, aus dem Naturkautschuk oder Naturlatex hergestellt wird.
Um Naturkautschuk zu produzieren, werden dem Naturlatex Füllstoffe
zugegeben und mit Hilfe bestimmter Chemikalien vulkanisiert. Der wohl bekannteste Kautschukbelag ist der sogenannte "Flughafenbelag", auffällig durch die Noppenoberfläche. Kautschukbeläge sind außerordentlich strapazierfähig, für den Wohnbereich ist aber eher eine glatte, leichter zu reinigende Oberfläche zu empfehlen. |
PVC steht für Poly-Vinyl-Chlorid. PVC-Beläge sind vorteilhaft für alle Bereiche in denen Feuchtigkeit herrscht oder feucht gereinigt werden muss. Mehrschichtige also mit Schaumstoffschicht versehene PVC-Belägen wirken schalldämmpfend und sind trittelastisch. Im Objektbereich werden hauptsächlich einschichtige, sogenannte homogene PVC-Beläge verwendet. Gerade die Vielseitigkeit der Dessins ermöglicht es z. B. dem Architekten oder Bauherren, ihr Projekt strapazierfähig und trotzdem optisch anpruchsvoll auslegen zu können. |
|
Naturkorkboden enthält keine Kunstharze als Bindemittel. Der Hersteller
liefert diese geölt oder gewachst. Darüberhinaus kann man Korkparkett
aber auch oberflächenbehandelt, also versiegelt oder eingefärbt,
erhalten. Die nachwachsende Korkeiche ist in Spanien, Portugal und anderen Mittelmeerländern beheimatet. Korkparkett weist viele Vorteile auf: Es ist rutschfest, fußwarm, elastisch, sehr widerstandsfähig und trittschalldämmend. Korkparkett ist nicht für Feuchtbereiche geeignet. |
Weitere Informationen: |